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02. Mai 2018

02-05-2018 Große Pause

Es hat heute wirklich den ganzen Tag geregnet - mal mehr, mal weniger. Deshalb haben wir müden Pilger etwas länger ausgeschlafen ... bis 8:00 Uhr. Das Schlechte an unserer Unterkunft ist, dass sie sehr weit außerhalb von Aki liegt - das gute ist: direkt vor der Tür ist eine Bushaltestelle. Also sind Silwyn und ich vormittags mit dem Bus (hinten einsteigen, Ticket ziehen und beim aussteigen vorn den Betrag bis zur Zielstation bezahlen) in die Stadt gefahren um Proviant einzukaufen. Ich liebe japanische Supermärkte jetzt schon - da rennen Köche rum, die andauernd frisch zubereitete Speisen unter Klarsichfolie verpackt in den Verkaufsraum legen - Sushi, frischer Fisch, Fleisch, Fleischspiesse, Nudeln und Kombinationen von alledem. Von dem ganzen Süsskram will ich gar nicht reden ... ein Paradies für Naschkatzen. Wir kauften für den heutigen Tag ein und Frühstück für morgen - dann fuhren wir wieder zurück zur Unterkunft. 

Es tut wirklich gut, mal einen Tag nicht viel zu laufen, dann kann mal sich auch untertags mal etwas hinlegen - die Stockbetten sind zwar ungewöhnlich geräumig - aber die Matratze wie üblich sehr übersichtlich dünn. Also doch wieder die Luftmatratze zusätzlich unterlegt. 

Haha, Bilder meiner Blasen zeig ich lieber nicht ... aber Leser, die mir schon länger auf den Fersen sind, wissen ja von meiner Leidensfähigkeit. Immerhin scheint mein Gangbild ziemlich symmetrisch zu sein, denn die beiden Blasen rechts und links hinten sind mittlerweile verheilt, und befinden sich spiegelverkehrt an der genau exakten Stelle beider Füße - und mit den Blasen unten im Zehenballenbereich verhält es sich genauso. Autschn.

Morgen werden wir beide weiterziehen, Silwyn hat vor 17 Kilometer zu gehen und noch eine Grotte abseits des Weges zu besichtigen, ich möchte etwas weiter heran am Tempel 28 (bis dahin sind es 32 km). Wir werden sehen.

 

Ok - Zeit etwas Generelles über mein momentanes Lieblingsthema zu schreiben: richtig - laufen auf der Straße.

In Japan ist übrigens „Linksverkehr“, das merke ich praktisch bei jedem Wechsel der Straßenseite. In Deutschland wird einem ja erklärt, man solle dem entgegenkommenden Verkehr auf seiner Fahrbahnseite entgegenlaufen. Praktiziere ich eigentlich auch immer - schließlich möchte ich dem Typen in die Augen sehen, bevor er mich von der Straße räumt! Hier in Japan sind die Seitenstreifen (und die Straßen ansich) meist sehr schmal. An der Küste sind die Straßen dazu auch noch sehr kurvig - so dass es oft nicht ratsam ist, dem Gegenverkehr entgegen zu laufen. Man läuft dann oft auf der Seite, auf der man eher und früher gesehen wird. Das wirklich Schlimme daran auf „seiner“ Seite zu laufen ist aber, dass es hier sehr viele Hybrid- und Elektroautos gibt. Du hörst also nicht, wenn sich ein Auto von hinten nähert, du merkst es erst, wenn es an dir vorbeifährt, da kann ich mich noch nicht wirklich gewöhnen.